Wissenswertes zum Allerheiligengedenken in Zitternberg

Totengedenken am Allerheiligentag – Virtuelle Repräsentation

„Ich hatt´ einen Kameraden.“

Jedes Jahr zu Allerheiligen neigt sich unter den Klängen zu „Der Gute Kamerad“ die Traditionsfahne der Freiwilligen Feuerwehr Zitternberg; Kranzträger, Fahnendeckung und Feuerwehrkommandant salutieren –

„Einen besseren findst du nit.“

Das 1809 komponierte Lied, spielt im Trauerzeremoniell des Österreichischen Bundesheeres sowie der österreichischen Feuerwehren, eine große Rolle – doch im Jahr 2020 wird dieses Lied am Allerheiligentag vor dem Kriegerdenkmal nicht erklingen.

„Die Trommel schlug zum Streite.“

Die Feuerwehr als Hilfsorganisation hat nichts mit Streit oder militärischen Auseinandersetzungen zu tun, mussten aber doch während des Zweiten Weltkrieges Feuerwehrkameraden symbolisch zu Grabe getragen werden, da ihre Gräber im weiten Europa verstreut liegen.

„Er ging an meiner Seite.“

An unserer Seite gingen in den Jahren des Bestandes der FF Zitternberg weit über 100 Kameraden. Viele davon für immer – auch ihnen wird üblicherweise mit der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal gedacht – 2020 nicht in dieser Form – solange man aber an jemanden Denkt, ist dieser nicht für alle Ewigkeit fort.

„Im gleichen Schritt und Tritt.“

Im gleichen Schritt, so wie es das altbekannte Lied beschreibt, gehen wir weiter. Für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und für unsere Mitbürger und im ewigen Gedenken an unsere verstorbenen Kameraden.


Nach dem Ersten Weltkrieg, waren 14 Zitternberger auf den Verlustlisten zu finden. Ihre Namen wurden anschließend am 1921 errichteten Kriegerdenkmal verewigt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Denkmal um 30 Namen erweitert.

Seit 1931 wird durch die FF Zitternberg an Allerheiligen ein Kranz vor dem Kriegerdenkmal niedergelegt. Nicht nur den Gefallenen sondern auch den verstorbenen Feuerwehrkameraden ist diese Geste gewidmet.

Ehre ihrem Angedenken