Übungsauftakt: Steckleitern, Notrettungsset und Spineboard

Am Samstag, den 26.02.2022, beübte die FF Zitternberg die neu angeschafften Ausrüstungsgegenstände.

LM Patrick Falk und BM Jakob Tschokert haben für die Mitglieder der FF Zitternberg einen Ausbildungsplan erstellt. Jeden letzten Samstag im Monat findet eine Übung statt. Gestern, am ersten Übungssamstag im Februar, beübte ein Teil der Mannschaft der FF Zitternberg die neu angeschafften Ausrüstungsgegenstände, und zwar die Steckleiter, das Notrettungsset sowie das Spineboard [Spine = Englisch für Wirbelsäule].

Im ersten Teil der Übung galt es, die Steckleitern, bestehend aus vier Elementen (2,7 m Höhe pro Einzelleiter), kennenzulernen, folglich deren Handhabung zu erproben. Passend dazu wiederholte man die Grundlagen sowie Sicherheitshinweise zum Thema „Leitern“ bzw Anleitern im Einsatzfall. Danach folgte ein kurzer Übungseinsatz. Die FF Zitternberg musste eine Person vom ersten Stock über ein Balkongeländer retten. Wichtig war hier, dass die Leiter unten von mindestens zwei Leuten gesichert wird sowie, dass die zu rettende Person oberhalb des Feuerwehrmanns die Leiter herabsteigt. So ist sichergestellt, dass die zu rettende Person beim Abstieg durch den Feuerwehrmann gesichert ist. In einer weiteren Variante wurde die zu rettende Person zusätzlich mit einem Feuerwehrgurt und einer Rettungsleine gesichert.

Im zweiten Teil der Übung nahm man das Notrettungsset (bzw Notrettungs-Geräte-Set) genauer unter die Lupe. Das Set besteht aus dem Tragetuch sowie aus dem Rettungstuch. Mithilfe des Tragetuchs können verletze Personen rasch aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Das Rettungstuch kann hingegen auch zum Abseilen und Heben von verletzten Personen verwendet werden. Weitere Möglichkeiten zum schnellen Retten von Personen mittels einer Bandschlinge (Stichwort: Crash-Rettung) wurden beübt.

Im dritten und letzten Teil der Übung machte sich die FF Zitternberg mit dem neu erworbenen Spineboard vertraut. Das Spineboard ist bei verunfallten Personen, bei denen eine Wirbelsäulenverletzung nicht ausgeschlossen werden kann, einzusetzen. Das Board, wie auch das oben beschriebene Tragetuch und Rettungstuch, werden von den Feuerwehren in Abstimmung mit dem/der allenfalls anwesenden Rettungsdienst/Notärztin verwendet. Zum Abschluss des Übungsnachmittags musste eine verletzte Person vom ersten Stock über ein enges Stiegenhaus ins Freie gebracht werden.

Das Resümee der Übungsteilnehmer*innen war überaus positiv. Es war gut, die neuen Ausrüstungsgegenstände zu beüben und deren Handhabung kennenzulernen. Die in der Übung gemachten „Fehler“ werden den Teilnehmer*innen nicht mehr passieren. Die Mannschaft lobte auch den neuen und sowohl terminlich als auch inhaltlich vorhersehbaren Ausbildungsplan. Alles in allem machte die Übung Lust auf Mehr. Im nächsten Monat wird das Arbeiten mit der Kettensäge geübt.