Chronik

Gründung der FF Zitternberg

Die Freiwillige Feuerwehr Zitternberg wurde am 11. Dezember 1927 im Gasthaus Killian (heute Gasthaus Stercl) gegründet.
Die führenden Initiatoren der Gründung waren der damalige Bürgermeister Franz Schachinger und die Mitglieder des Ortsverschönerungsvereines sowie der Gemeinderäte. Zum ersten Hauptmann wurde Franz Schachinger gewählt, sein Stellvertreter wurde Karl Held.

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Erste Aufgaben

Bereits im Februar 1928 wurde im Gasthaus Killian der erste Feuerwehrball durchgeführt. Weiters konnte im Frühjahr 1928 von der FF Sittendorf ein Handdruckfahrspritzenwagen in Dienst gestellt werden der erst 1949 ausgeschieden wurde.

Im Jahre 1929 wurde das Feuerwehrhaus Zitternberg fertiggestellt, leider ist nicht überliefert wo der Spritzenwagen bis zu diesem Datum untergebracht war.

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Erster Einsatz

Aufzeichnungen aus dem Protokollbuch der FF Zitternberg

Um zirka 24,20 Uhr brach am Dachboden der Nadelfabrik Hanebeck Feuer aus. Ursache unbekannt. Es wurde als erste Wehr in Aktion getreten. Es erschienen in rascher Folge die Nachbarwehren: Thunau durch den Kamp, Gars und Buchberg. Leider wurde unsere Spritze auf einen schlecht gewählten Platz gestellt, sodass die Brandbekämpfung des Brandes etwas erschwert wurde. Es gelang den vereinten Bemühungen den Brand in Bälde auf den Dachstuhl zu beschränken. Die Wehr Zitternberg hatte durch einmütiges Zusammenwirken bewiesen den guten Geist, der in ihr wohnt. In den ersten Vormittagsstunden wurden die Trümmer des Daches von den Wehrmännern abgeräumt und noch vormittags nach Zurücklassung einer kleineren Brandwache eingerückt.
Aufzeichnungen aus dem Protokollbuch der FF Thunau

Brand der Nadelfabrik in Zitternberg bei Herrn Emil Hanebeck am 20. November 1928 um ¼ 12 Uhr nachts ertönte Feueralarm, in kurzer Zeit fuhren wir durch den Kampfluss als erste auswärtige Feuerwehr am Brandplatze ein. Kamerad Hauptmannstellvertreter Jaglitsch Ferdinand watete, da die Pferde durch Bersten des Schiefers scheu wurden, durch den Fluss und führte dieselben ¾ Meter tief im Wasser durch. Durch schnelles Vordringen bis ins Stiegenhausdach, welchem Rate auch die später kommenden Feuerwehren Buchberg und Gars folgten, konnte der Brand nur auf den Dachstuhl eingeschränkt werden, wodurch die Fabrik vor größerem Schaden bewahrt wurde.
Aus aller Mund ein Lob unserer jungen Wehr und eine Spende von 80 Schilling der Versicherungsgesellschaft war der Lohn unserer Arbeit.

Technische Neuerungen

1930 wurde das erste motorisierte Einsatzgerät der FF Zitternberg angekauft. Die Motorspritze vom Typ 2 der Fa. Rosenbauer konnte um 5.300 Schilling erstanden werden.
Weiters wurde im Sommer 1930 das Gründungsfest der FF Zitternberg begangen an dem auch das erste Mannschaftsfoto aufgenommen wurde.

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Fahne

Im Frühjahr 1936 wurde der FF Zitternberg durch die Familie Kögl eine Fahne gespendet die heute noch ihren Dienst versieht.
Im Sommer des Jahres konnte zur Weihe geschritten werden, bei der viele Nachbarfeuerwehren und Kameradschaftsvereine erschienen waren.

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Deutsches Reich

Nach dem Einmarsch Hitlers im Frühjahr 1938 musste sich auch die FF Zitternberg an die deutschen Gesetze halten.
1941 wurde man an die FF Gars angeschlossen.

Aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden Besatzung durch die alliierten Siegermächte ist nur wenig über die FF Zitternberg bekannt, da die Aufzeichnungen aus diesen Jahren fehlen.

Die Feuerwehr Zitternberg musste 3 Kriegstote und 3 Vermisste beklagen.

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Wiedergründung

Bereits am 26. Dezember 1946 konnte mit der Wiedergründung der FF Zitternberg der Dienstbetrieb wieder aufgenommen werden.
Mit der ersten Wahl nach dem Krieg kamen auch die ersten Änderungen.

Hauptmann: Franz Schachinger
Stellvertreter: Josef Baumgartner
Zugskommandant: Alois Kranzler
Kassier: Karl Beischlager
Schriftführer: Josef Schachinger
Zeugwart: Josef Schneider
Fahnenjunker: Leopold Seitl

1947 versammelte sich die Mannschaft der Feuerwehr Zitternberg zur Ausgabe neuer Ausrüstungsgegenstände.

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Erstes motorisiertes Fahrzeug

1949 wurde unter Hauptmann Josef Baumgartner das erste motorisierte Feuerwehrfahrzeug in Zitternberg angekauft. Der gebrauchte Opel Blitz wurde von den Mitgliedern zu einem Löschfahrzeug adaptiert. Leider fiel das Fahrzeug, noch bevor es von blau auf rot lackiert werden konnte, durch einen Motorschaden aus.
Als Nachfolgefahrzeug wurde ein gebrauchter Dodge Lkw aus Militärbeständen angekauft und ebenfalls in reiner Eigenleistung zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut.
Bild rechts: LF Dodge

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Neue Tragkraftspritze

1955 wird zusätzlich zur TS Type 2 eine Tragkraftspritze vom Typ RVW 75 angekauft. 1959 wurde aufgrund eines Brandes an der Type 2 wieder eine RVW 75 angekauft. Das Gerät von 1955 wurde 1996 an eine lettische Feuerwehr gespendet, die Pumpe von 1959 befindet sich noch im Besitz der FF Zitternberg. Diese ist jedoch nur mehr als Museumsstück zu betrachten.

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Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze

1955 tritt erstmals eine Gruppe zum Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze an. Der Bewerb fand damals in St. Pölten statt.
Teilnehmer:
Schriftführer Heinrich Pfriemer sen.
Oberfeuerwehrmann Johann Schartner
Oberfeuerwehrmann Karl Jungwirth
Oberfeuerwehrmann Karl Rohm
Oberfeuerwehrmann Anton Kranzler sen.
Oberfeuerwehrmann Johann Uitz
Oberfeuerwehrmann Karl Held
Feuerwehrmann Josef Severin
Feuerwehrmann Karl Zehetmeier jun.

Großbrand in Rosenburg

Aufzeichnungen der FF Rosenburg vom 10. Juli 1957

Brandausbruch ca. 18:50. Fremdkörper in Sondermühle verursachte Funkenbildung und Staubexplosion. Der gesamte Mühlentrakt – 4 Stockwerke – mit Kopperei, Silo und Magazin stand in Flammen. Wetterlage: regen.
Innenangriff der Ortsfeuerwehr – 1. Linie, 1. Stock des Magazins. Anwesende Feuerwehren: Rosenburg, Altenburg, Etzmannsdorf, Fuglau, Kamegg, Gars, Thunau, Zitternberg, Buchberg, Horn, Frauenhofen, Eggenburg und Langenlois.
Der Mühlenbrand verursachte auch im durch die Straße getrennten auf felsigen Terrain liegenden Walde (Besitzer Hoyos) einen Waldbrand (durch ca. 100 Mann Militär und FF Thunau bekämpft).
Wohngebäude an Westseite und Anlagen für Elektromotore, Tischlerei, Schlosserei, Heizanlage, Benzin- und Öllager, Garagen und Holzlager konnten gerettet werden.

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Schülermannschaft

1960 wurde in Zitternberg eine Schülermannschaft der Feuerwehr (heute Jugendfeuerwehr) aufgestellt.
Höchstwahrscheinlich wurde die Schülermannschaft wieder aufgelöst weil es keine eindeutige Versicherung für die jungen Mitglieder gab. 1972 gab der niederösterreichische Landesfeuerwehrverband grünes Licht zum Aufbau einer Jugendfeuerwehr, doch gab es zu der Zeit die Schülermannschaft Zitternberg nicht mehr.

Das Foto auf der rechten Seite zeigt die Schülermannschaft bei der Fronleichnamsprozession.

Zeughaus II

1963 wurde in der Fa. Häusermann eine Filiale der FF Zitternberg errichtet. Das "Zeughaus II" wurde benutzt um am Firmengelände Material für diverse Einsätze lagern zu können. Die FF Zitternberg hatte zu jeder Tages und Nachtzeit zutritt zu diesem Lager. Leider ist nicht mehr bekannt wann dieses zweite Zeughaus aufgelassen wurde.

Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber

1963 tritt erstmals eine Gruppe zum Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber an. Der Bewerb fand damals in Scheibbs statt.
Teilnehmer:
Hauptmann Johann Uitz
Schriftführer Heinrich Pfriemer sen.
Löschmeister Friedrich Kranzler
Oberfeuerwehrmann Rudolf Kuhaupt
Oberfeuerwehrmann Friedrich Beischlager
Oberfeuerwehrmann Otto Steiner sen.
Oberfeuerwehrmann Rudolf Gamerith
Feuerwehrmann Leopold Uitz
Probefeuerwehrmann Helmut Gröschel

Neues Fahrzeug

1963 wurde das Löschfahrzeug Dodge außer Dienst und das Kleinlöschfahrzeug Ford Taunus FK 1000 in Dienst gestellt.
Der Ford wurde, wie auch seine Vorgänger, gebraucht gekauft und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut.

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Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold

1964 treten erstmals Mitglieder der FF Zitternberg um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold an.
Das FLA in Gold 1964 bestanden haben:
Hauptmann Johann Uitz
Löschmeister Friedrich Kranzler
Oberfeuerwehrmann Friedrich Beischlager
Oberfeuerwehrmann Rudolf Gamerith

Lt. den alten Bestimmungen hält Friedrich Beischlager bis heute den Rekord auf der Hindernisbahn.

KRAD der FF Zitternberg

1967 stellt die FF Zitternberg ein KRAD (Abk. für Kraftrad) in den Dienst. Das Motorrad vom Typ DKW 250 SGS wurde aus drei defekten DKW-Maschinen zusammengestellt. Lange Jahre diente es bei größeren Einsätzen als Melderfahrzeug.
1981 wurde das Motorrad wieder außer Dienst gestellt.

Auflösung der Vereinsstatuten

Am 1. Jänner 1970 werden die Vereinsstatuten für die Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs durch das neue Niederösterreichische Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetz (NÖFFG), aufgelöst. Sie werden in Körperschaften öffentlichen Rechts umgewandelt. Die Bezeichnung Hauptmann wird in Kommandant geändert, sowie der Hauptmann Stellvertreter in Kommandant Stellvertreter und der Zahlmeister wird ab nun als Leiter des Verwaltungsdienstes bezeichnet.
Es tritt auch eine neue Gelöbnisformel in Kraft.

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Großbrand in Gars

Aufzeichnungen der FF Zitternberg vom 1. August 1975:

Alarm 23:20 Uhr. FF Zitterberg war als erste Feuerwehr am Einsatzplatz und bekämpfte Straßenseitig über das Turbinenhaus den Brand (Sicherung der Büros und des Labors). Ebenfalls wurde die große Giebelmauer vor dem Einsturz bewahrt. 18 Mann 5 Stunden im Einsatz mit 2 RVW 75.

Aufzeichnungen der FF Gars:

Eine der größten Brandkatastrophen der Gemeinde Gars: Am 1. August 1975 werden um 23:25 mehrere Feuerwehren alarmiert. Die überwiegend aus Holz bestehende 1. Kamptaler Turbinen-Walzmühle Schönbichler brennt. Flammen schlagen aus dem Erdgeschoss der fünfstöckigen Mühle. Durch Staubexplosionen und enorme Rauchentwicklung ist ein Innenangriff unmöglich. Der Brand erfasst durch die Aufzugsschächte den 3. und 4. Stock – die Mühle ist nicht mehr zu retten.
14 Feuerwehren mit ca. 220 Mann waren im Einsatz.
Die Brandruine wurde in späterer Folge gesprengt, die Brandursache bleibt weiterhin ungeklärt

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Neues Fahrzeug

1977 wurde das KLF Ford außer Dienst gestellt. Das Nachfolgefahrzeug war ein Leichtes Löschfahrzeug Chevrolet Suburban 292.
Das Chevrolet ist das erste "richtige" Feuerwehrfahrzeug der FF Zitternberg, da alle seine Vorgänger in "Marke Eigenbau" entstanden sind.
Das Fahrzeug war erstmals mit Atemschutz und Schaumangriffsausrüstung ausgerüstet.

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Landessieg

1977 erringt der damalige Kommandant Stellvertreter, und heutiger Ehrenkommandant, Richard Kuhaupt den Landessieg beim Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold.

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Zusätzliches Fahrzeug

1979 wurde von der FF Euratsfeld ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug 1200 Mercedes Unimog übernommen. Das 1968 gebaute Fahrzeug war ausgestattet mit Allrad, Differentialsperre, Schnellangriffseinrichtung, Schaumangriffsausrüstung sowie einer vorgebauten 3,5 t Seilwinde. Die Einbaupumpe war geeignet für Normal- und Hochdruck sowie zum Selbstansaugen.

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Gründung der Schadstoffgruppe Horn

1982 kann in Zitternberg die Schadstoffgruppe 08 (Bezirk Horn) gegründet werden. Eine kleine Gruppe an gut ausgebildeten Mitgliedern der FF Zitternberg sammelte sich um Gerhard Beischlager um sich aktiv an dieser Sondereinheit zu beteiligen.
In den ersten Jahren bestand die Ausrüstung aus wenigen provisorischen Gegenständen, die in einem Anhänger transportiert wurden. Als Zugfahrzeug für den Anhänger diente das LLF Chevrolet.
Erst in späterer Folge kann ein Fahrzeug für die Schadstoffgruppe in Dienst gestellt werden.

Neues Feuerwehrhaus

Am Karfreitag des Jahres 1983 wurde mit den Bauarbeiten für das neue Zeughaus begonnen. Durch Spendengelder und durch Förderungen der Gemeinde Gars wurde das Vorhaben unterstützt. Aber vor allem durch die Mitglieder der FF Zitternberg die nachweislich 3.000 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet haben, mussten keine fremden Arbeitskräfte, bzw. nur verschwindend wenige, bezahlt werden.

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Erstes Schadstofffahrzeug

1984 konnte von der Postgeneraldirektion Wien ein VW-Doppelkabinen Pritschenwagen übernommen werden.
Dieses Fahrzeug wurde in reiner Eigenleistung zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut und wurde bis 1991 eingesetzt.

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Tragischer Einsatz - Bergung zweier Ertrunkener

Aufzeichnungen der FF Gars vom 8. August 1985:

Zwei Familien, deren Söhne beim Kamphochwasser ertrunken sind, danken für den Einsatz rund um die Uhr um deren Leben zu retten. Bei schwerem Kamphochwasser sind zwei Burschen mit ihren Schlauchbooten an der Hochenbichler-Wehr gekentert. Die örtlichen Feuerwehren suchten die ganze Nacht über mit Scheinwerfern die Ufer ab. Die Garser Feuerwehr musste die Suche mit der in Buchberg schwer beschädigten Zille aufgeben. Auch die Tauchgruppe Nord des Tauchdienstes des NÖLFV war im Einsatz. Erst am 18. 8. wurde die Leiche des Martin Geiger beim Buchberger Wehr gefunden. Sein Freund Markus Berthold bleibt bis heute vermisst.

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Großbrand in Horn

Aufzeichnungen der FF Horn:

Am 22. April des Jahres 1991 wurde die FF Horn zu einem Brand im Möbelhaus Lutz alarmiert. Während der Löscharbeiten nahm der Brand jedoch größere Ausmaße an und weitere Kräfte mussten alarmiert werden. Ein elektrischer Defekt lies den Brand ausbrechen und machte das Eingreifen von 220 Mann erforderlich. Die Gesamtzeit des Einsatzes lag bei 15 Stunden (bedingt durch die Brandwache). Der Schaden wurde damals auf 70 Millionen Schilling (5,09 Millionen €) geschätzt.

Aufzeichnungen der FF Gars:

Am 22. April alarmierte um 04,40 Uhr ein Pkw-Lenker die Gendarmerie, dass im Verkaufshaus der Möbelfirma Lutz am Westrand der Horner Industriezone Feuer ausgebrochen sei. Wenige Minuten später waren die ersten Löschfahrzeuge der FF Horn am Brandort. Zu diesem Zeitpunkt brannte der Mittelteil des Gebäudes bereits lichterloh. Es stellte sich bald heraus, dass ein Betreten der Anlage und ein Löschen, um Gebäudeteile zu erhalten, unmöglich war. Eine dichte dunkle Rauchwolke, die infolge der brennenden Kunststoffe starke Gifte enthielt, stieg wie eine Säule empor und wurde in sicherer Höhe vom Wind verblasen. Laut Aussage von Feuerwehrexperten konnte man noch von Glück reden, dass frostiges Aprilwetter herrschte. Bei Niederdruckwetter hätte man die Stadt Horn evakuieren müssen. 15 Feuerwehren mit insgesamt 206 Mann konzentrierten ihre Löscharbeit schließlich auf jene Räume der Heizanlage, wo sich auch die Öltanks befanden. Die Garser Wehr wurde um 04,56 Uhr alarmiert und rückte mit 14 Mann zum Einsatz aus. Der Schaden durch die fast völlige Zerstörung des Verkaufs- und Schaugebäudes mit dem Inventar wurde auf ungefähr 50 Millionen Schilling (3,63 Millionen €) beziffert.

Foto:

Archiv FF Horn

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Neues Tanklöschfahrzeug

1991 wurde das Tanklöschfahrzeug 1200, Mercedes Unimog, außer Dienst gestellt. Als Nachfolgefahrzeug wurde ein ÖAF Commander angekauft. Das Fahrzeug ist ein Tanklöschfahrzeug mit 2000 l Wassertank.
Kurz nach dem Ankauf wurde das Fahrzeug mit einem hydraulischen Rettungssatz und Hebekissen nachbestückt. Die Gerätschaften wurden von der FF Gars am Kamp im gebrauchten Zustand angekauft.
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Langwieriger Schadstoffeinsatz

Aufzeichnungen der FF Zitternberg:

Einsatzbeginn 24.12.1990 18:30 – 20:00

Situation am Einsatzort
Im Mühlschussbereich unmittelbar nach dem Krafthaus tritt aus der Mauer des Mühlgebäudes ölverseuchtes Wasser aus.
Einsatzmaßnahmen:
Errichtung eines Erddammes mit Abfluss um das Öl zu lokalisieren.

Dienstag, 25.12.1990 08:00 – 10:00

Der Erddamm hat seine Funktion erfüllt, jedoch ist durch den Rückstau das Ölverseuchte Wasser an einer anderen Stelle durchgekommen.
Maßnahmen: Errichtung einer Ölsperre im Mühlschuss, schließen der Fallschürzen, Verständigung des Bürgermeisters und des Abschnittsfeuerwehrkommandanten abgesetzt, den Bürgermeister auf die Umweltgefährdung hingewiesen und Vorschläge zur Beseitigung der Gefahr gemacht (Feststellung der Ölaustrittsstelle und Beseitigung der Ursache).

Donnerstag, 27.12.1990 09:00 – 10:00

Durch das schließen der Fallschürzen ist der Wasserdurchfluss (und damit auch der Ölaustritt) zum Stillstand gekommen. Durch die herrschenden Temperaturen hat sich jedoch hinter der Ölsperre eine Eisschicht gebildet die, die Wirksamkeit der Sperre bei neuerlichem Ölaustritt in Frage stellt.
Maßnahmen: Entfernen des Eises samt Ölbindemittel

Samstag, 29.12.1990 11:00 – 12:00

Die Fallschürzen sind geöffnet worden, neuerlicher Ölaustritt. Eine der beiden Ölsperren hat sich gelöst.
Maßnahmen: Schließen der Fallschürze, instandsetzen der Ölsperre

Samstag, 29.12.1990 14:00 – 15:00

Von Bgm. Reisinger einberufene Zusammenkunft
Bürgermeister Reisinger
Dr. Mantler
Baumeister Seitl
FF Zitternberg (Kuhaupt, Beischlager)
Beratung über endgültige Maßnahmen.
Abschöpfen eines teilweise mit Öl gefüllten Schachtes im Mühlengebäude (Heizölleitung vom Tank zum Kessel wurde bereits am 25.12.90 abgesperrt) durch die Fa. Mantler.

Montag, 31.12.1990

Freigeben des Tankeinstiegs (Fa. Buhl), auspumpen des Tankinhalts (Fa. Brandtner), neuerliches abschöpfen des Schachtes (Fa. Mantler) gesamt ca. 70-80 Liter.

Dienstag, 01.01.1991

Nachdem am 31.12.1990 nachmittags die Fallschürzen geöffnet wurde und das restliche Öl aus dem Erdreich ausgespült wurde, hat die Fa. Mantler nach Rücksprache mit der FF Zitternberg die Ölsperren entfernt und die Turbinen in Betrieb genommen.

Mittwoch, 02.01.1991

Wegräumen der Werkzeuge.

Alarm: 24.12.1990, 18:30
Eingerückt: 2.1.1991, 12:00
FF Zitternberg: 6 Mann, LLFA Chevrolet

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Neues Schadstofffahrzeug

1991 fiel das Schadstofffahrzeug VW von der Heimfahrt von einem Einsatz aus. Erst 1993 konnte von der ein neues Schadstofffahrzeug in Dienst gestellt werden. Das Fahrzeug wurde vorher bei der FF Krems eingesetzt.
Im April 2008 wird das Fahrzeug der Sprengdienstgruppe des BFKDO übergeben.

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Gründung der Strahlenschutzgruppe Horn

Da die Schadstoffgruppe des BFKDO Horn schon seit einigen Jahren in Zitternberg stationiert war, wurde 1994 wieder an die FF Zitternberg herangegangen, um die Strahlenschutzgruppe Horn aufzustellen und in Zitternberg zu stationieren. Wieder war es Gerhard Beischlager welcher sich in diese Fachrichtung spezialisierte und eine gut ausgebildete Mannschaft zusammenstellte.
1997 wird für die bereits beträchtliche Ausrüstung ein Anhänger übernommen, der heute als Sonderanhänger 1 im Dienst der FF Zitternberg steht.
2005 wurde die Strahlenschutzgruppe mitsamt ihrer Gerätschaften an die FF Horn übergeben.

Neue Tragkraftspritze

1997 wird die Tragkraftspritze RVW 75 außer Dienst gestellt. Als Nachfolgemodell wird eine Tragkraftspritze der Marke "Fox" der Firma Rosenbauer angekauft.

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Erste Kameradinnen

2001 treten die ersten beiden Frauen in die FF Zitternberg ein. Hilde Hackenberger und Karin Berndl verstärken seit diesem Jahr die Mannschaft der FF Zitternberg.
Das Bild rechts zeigt Bürgermeister Ing. Martin Falk, Karin Berndl, Hilde Hackenberger und den damaligen Kommandanten Richard Kuhaupt.

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Neues Fahrzeug

Im Jahr 2000 wurde das LLF Chevrolet außer Dienst gestellt. Als Nachfolgefahrzeug wurde ein Mercedes Sprinter 414 4x4 angekauft. Der Mercedes wird in der FF Zitternberg als Kleinlöschfahrzeug (KLF) eingesetzt und bietet Platz für 9 Personen inklusive Ausrüstung.
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Übergabe der Schadstoffgruppe

Nach 25 Jahren wird die Schadstoffgruppe des Bezirksfeuerwehrkommandos Horn an die Feuerwehr Gars abgetreten. Das Schadstofffahrzeug wird an die Sprengdienstgruppe des BFKDO Horn übergeben.
Heute stellt die Feuerwehr Zitternberg, trotz dass die Schadstoffgruppe in der Nachbarfeuerwehr stationiert ist, den größten Teil der Mannschaft.

Großbrand in Gars

Am Dienstag, den 8. Jänner 2008 wurde die FF Zitternberg gemeinsam mit anderen Feuerwehren des Unterabschnittes alarmiert, um den Brand im „Einserwerk“ der ehemaligen Fa. Buhl zu löschen. Trotz des Einsatzes von ca. 250 Mann aus 25 Feuerwehren der Bezirke Horn und Krems konnte der spätere Großbrand nicht sofort unter Kontrolle gebracht werden. Die Werkstatt des Herrn Schager sowie das Betonmischwerk Seidl wurden durch den Brand schwerst beschädigt. Ein Übergreifen der Flammen auf die Tischlerei, eine Oldtimersammlung und auf andere Gebäude konnte jedoch verhindert werden. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich er Schaden auf ca. 2 Millionen €. Die Brandursache ist noch ungeklärt.Die Feuerwehr Zitternberg hielt noch von 21 bis 0 Uhr eine Brandwache, bei der einige Nachlöscharbeiten durchgeführt werden mussten. Endgültiges „Brand aus“ kam um 3 Uhr früh von der Einsatzleitung.

eingesetzte Rettungskräfte:

Feuerwehren Gars, Thunau, Zitternberg, Buchberg, Kamegg, Maiersch, Nonndorf/Gars, Tautendorf, Altenburg, Eggenburg, Sigmundsherberg, Frauenhofen, Zaingrub, St. Bernhard, Rosenburg, Mühlfeld, Wolfshof und Wanzenau aus dem Bezirk Horn, sowie aus dem Bezirk Krems die Feuerwehren Plank, Schönberg, Stiefern, St. Leonhard/Hornerwald und Wolfshoferamt, 1 Rettungswagen, 2 Streifenwägen der Polizei

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Wohnhausbrand in Oberplank

Am Samstag den 5. Februar 2008 werden die Feuerwehren des Feuerwehrunterabschnittes 1 in den benachbarten Bezirk Krems alarmiert.
Grund: Brand eines Wohnhauses.
11 Feuerwehren mit 133 Mann konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude verhindern, der Schuppen und das Nebengebäude wurden jedoch ein Raub der Flammen.
Die Kameraden der FF Plank hielten noch bis in die frühen Morgenstunden eine Brandwache am Einsatzort aufrecht.

eingesetzte Rettungskräfte:

Feuerwehren Gars, Thunau, Zitternberg und Maiersch aus dem Bezirk Horn, sowie aus dem Bezirk Krems Plank, Schönberg, Stiefern, Thürneustift, Freischling, Mollands und Krems mit der Wärmebildkamera, 1 Rettungswagen, 2 Streifenwägen der Polizei

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Brandeinsatz am Bauhof in Gars

Am Sonntag den 18. Mai 2008 wurden die Mitglieder der FF Zitternberg gemeinsam mit anderen Feuerwehren des Unterabschnittes 1 gegen drei Uhr früh zu einem Brandeinsatz nach Gars alarmiert.
Eine in Brand geratene Lagerhalle musste gelöscht werden. Der sich in der Halle befindliche Traktor und die Gerätschaften wurden ein Raub der Flammen, jedoch konnte ein Übergreifen des Brandes auf die Kläranlage oder andere Gebäude oder den Wald verhindert werden.
Gegen 05:00 Uhr wurde von der Einsatzleitung "Brand aus" gegeben. Die FF Gars hielt noch einige Stunden eine Brandwache am Einsatzort aufrecht.

eingesetzte Rettungskräfte:

Feuerwehren Gars, Thunau, Zitternberg, Kamegg, Buchberg und Horn mit Wärmebildkamera

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