Die Ortschaft

Chronik

Nähere Informationen auf der Website des Ortsverschönerungsvereines Zitternberg!

Der Ort liegt auf einer waldigen Anhöhe östlich des Kamps. Der Name Zitternberg kommt in älteren Schriften nicht vor. Wahrscheinlich entstand der Ort erst später an Stelle des verödeten Steindorf oder Standorf oder es liegt nur ein Namenswechsel vor, indem die Benennung Zitternberg für Steindorf üblich wurde.

Standorf lag südlich von Zitternberg. Der Name bedeutete Dorf des Stano, wurde aber später in Steindorf verunstaltet.

Namen im Laufe der Geschichte:

1101: Stanandorph
1265: Steindorph
1390: Staendorph
1409: Stendorph
1590: Neu-Kirchberg
1627: Zitterndorff
1631: Zitternberg

1809 ziehen Napoleonische Truppen durch das Waldviertel.

1890 zählt der Ort nur 19 Häuser. Um die Jahrhundertwende, mit Beginn der Sommerfrische im Kamptal werden stattliche Villen und Landhäuser in Zitternberg erbaut. Im Jahre 1913 beträgt die Zahl der Sommerfrischler bereits ca. 300.

1899 kaufte Emil Hanebeck aus Iserlohn in Westfalen die ehem. Amon-Mühle in Zitternberg und errichtete dort 1901 mit 40 Arbeitern die erste Nadelfabrik der österreichisch-ungarischen Monarchie, die bis 1938 währte.
Emil Hanebeck stellte bis dato auch die einzige Betriebsfeuerwehr, damals noch Fabrikfeuerwehr, im ganzen Bezirk Horn auf.
Höchstwahrscheinlich wurde die Fabrikfeuerwehr 1927 nach der Gründung der FF Zitternberg aufgelassen.

1939 siedelt sich am Gelände der Nadelfabrik Hanebeck die aus Wien stammende Firma Häusermann an. Damals noch als Hersteller von chemischen Gravüren. Heute stellt die Firma Leiterplatten für Elektrogeräte her, die in die ganze Welt exportiert werden.

Im Frühjahr 1945 neigt sich die Schreckensherrschaft der Nazis dem Ende zu. Die Zitternberger Bevölkerung sowie die in Zitternberg gefangen gehaltenen Soldaten mussten Panzersperren und Schützengräben ausheben um den Russen das Einnehmen der Ortschaft zu erschweren. Zu Kampfhandlungen kam es jedoch nicht.

Im Mai 1945 ziehen russische Besatzungstruppen in Zitternberg ein. Die Firma Häusermann wurde von 1946 bis 1955 als einer der wenigen echten USIA-Betriebe Österreichs geführt.

Am 5. August 1950 beschließt der Zitternberger Gemeinderat die Erbauung einer Gemeindekanzlei. Die Bewohner der Ortschaft konnten zwischen der aktiven Mitarbeit am Bau der Kanzlei oder an einer Geldleistung für den Bau wählen. Grund dafür waren die hohen Baukosten von 100.700 Schilling.

Am 1. Mai 1953 wird das neue Gemeindehaus feierlich eröffnet. Bei diesem Festakt wird Landesrat Felix Sticka zum Ehrenbürger der Gemeinde Zitternberg ernannt. Die Feuerwehr Zitternberg erhält einen Raum im Gemeindehaus um dort ihre Sitzungen abzuhalten.

Mit 1. Jänner 1970 wird Zitternberg aufgrund der großen Kommunalstrukturreform in die Gemeinde Gars eingegliedert.

In den Jahren 1987 - 1988 wird Zitternberg an den öffentlichen Kanal angeschlossen.

Ortsverschönerungsverein

Der Ortsverschönerungsverein Zitternberg ist der älteste Verein Zitternbergs. Seine Gründung fand im Jahr 1911 statt.
Der Verschönerungsverein erfuhr im Jahr 2008 eine "Wiedergeburt" und konnte kurz darauf mehrere größere Projekte verwirklichen, wie z.B. die Renovierung unseres Kriegerdenkmales und der Kirche.
Der Verein steht unter der Leitung von Gabriele Voglhuber, die auch viele Mitglieder der FF Zitternberg in ihren Reihen des Verschönerungsvereines hat.

Kirche Zitternberg

Die Zitternberger Kirche wurde 1988 nach ihrer Erbauung feierlich eröffnet. 2008 wurde sie aufgrund des 20-jährigen Jubiläums durch den Ortsverschönerungsverein Zitternberg im Außen- und Innenbereich renoviert.
Ein großes Danke ergeht hiermit an die Firma Transporte Gerald Baker, die den Verschönerungsverein bei der Renovierung tatkräftig unterstützte.

Betkapelle Zitternberg

Die Kapelle wurde 1840 das erste Mal erwähnt und diente für Andachten und Gottesdienste bis 1988 bis die neue Kirche in Zitternberg eingeweiht wurde.

Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal wurde 1921 erbaut und geweiht. Nach mehrmaligen Änderungen der Namenstafeln blieb es seit den 1960-er Jahren unverändert.
2008 wurde das Denkmal vom Ortsverschönerungsverein renoviert.
Am 13. August 1921 erscheint in der Zeitung "Der Bote aus dem Waldviertel" folgender Artikel:

"Zitternberg. Am Sonntag, den 21. d.M. wird das Kriegerdenkmal in feierlicher Weise enthüllt und eingeweiht werden. Anschließend findet in Herrn Killians Gasthaus ein Gartenfest statt, bei welchem die Garser Salonkapelle konzertieren wird. Abends Tanzkränzchen. Der Reinertrag fließt dem Denkmalfonds zu."

Das schwarz-weiß Foto zeigt das Denkmal kurz nach der Einweihung. Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von Maria Scheibler.

Satelitenansicht von Zitternberg

Quelle: www.google.at