Chronik

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Zitternberg fand am Sonntag, den 11. Dezember 1927 im örtlichen Gasthaus Killian statt. Zum ersten Hauptmann wurde Bürgermeister Franz Schachinger sen. gewählt. Ihm standen zu anfangs 29 weitere Mitglieder zur Verfügung.

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1928 erfolgte der Ankauf eines gebrauchten Handdruckfahrspritzenwagens von der Freiwilligen Feuerwehr Sittendorf im Bezirk Krems. Leider ist kein Kaufpreis oder ein Fotos des Wagens überliefert.
Einzig noch nachzuvollziehen ist, dass 1949 bei einem Brand in Fernitz der Wagen das letzte Mal im Einsatz stand und die Pferde von Landwirt Beischlager vorgespannt waren.

Das erste Feuerwehrhaus wurde 1929 fertig gestellt.

altes Zeughaus

1930 fand das Gründungsfest, verbunden mit Motorspritzen- und Zeughausweihe sowie der ersten Aufnahme eines Mannschaftsfotos statt.

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1936 wurde der Feuerwehr eine Traditionsfahne gespendet. Die Fahne wird heute noch stolz voran getragen und 2013 umfangreich saniert.

1940 erfolgte die Eingliederung als abgesetzte Gruppe in die FF Gars am Kamp. Bei Kriegsende wurde die Feuerwehr Zitternberg aufgelöst und im Dezember 1946 wiedergegründet.

Josef Baumgartner wurde 1948 zum neuen Feuerwehrhauptmann gewählt.

1949 wird der Handdruckfahrspritzenwagen durch einen Opel Blitz als Löschfahrzeug ersetzt. Der Lkw stammte aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen der Luftwaffe. Die typische blau-gräuliche Lackierung schaffte es aber nicht gegen das rot der Feuerwehr ersetzt zu werden da wenige Monate nach Indienststellung das Fahrzeug durch einen Motorschaden ausfiel.
Ein Foto dieses Fahrzeuges ist leider nicht überliefert.

Nach der Ausmusterung des Opel Blitz wurde 1950 aus Beständen der UNRRA ein Dodge 3,6 als Ersatz angeschafft. Bei diesem Fahrzeug ging es darum, so will es die Überlieferung, „Öl zu tanken und Benzin zu prüfen.“
In reiner Eigenleistung wurde das Fahrzeug zu einem Einsatzfahrzeug umgebaut. Tischlermeister Anton Stercl sen. (Zitternberg 5) unterstützte die Mannschaft dabei mit den umfangreichen Holzarbeiten. Die Mannschaft saß längs der Fahrtrichtung, die Ausrüstung war zwischen den Sitzbänken untergebracht. Witterungsschutz gab es nur für Fahrer und Fahrzeugkommandant. Blaulicht war in Form von Blinkern vorhanden; das klassische Folgeton wurde noch durch einen Hornisten während der Fahrt geblasen.

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1955 wurde Johann Uitz neuer Feuerwehrhauptmann.

1960 wurde die erste Schülermannschaft, heute würde man sie als Feuerwehrjugend bezeichnen, in Zitternberg aufgestellt. Gegen Ende der 1960-er Jahre verlieren sich aber die Spuren dieser Gruppe.
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Im selben Jahr wurde der Bezirksfeuerwehrtag in Zitternberg veranstaltet.

1966 wurde das Löschfahrzeug Dodge durch ein Kleinlöschfahrzeug der Marke Fort Taunus FK 1000 ersetzt. Das Fahrzeug wurde gebraucht angekauft und in Eigenregie zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut.

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Aus drei defekten DKW 250 SGS Motorrädern wurde 1967 ein funktionsfähiges Gebaut und als „KRAD“ verwendet. Das Motorrad wurde vor allem bei größeren Einsätzen als Melderfahrzeug verwendet.

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Das erste „richtige“ Feuerwehrfahrzeug, also direkt vom Hersteller aufgebaut, fand 1977 den Weg nach Zitternberg. Das Leichte Löschfahrzeug Chevrolet Suburban 292 war bestückt mit Atemschutzgeräten, Schaumangriffsausrüstung und Funk . All diese Ausrüstungsgegenstände hat es in der Feuerwehr Zitternberg vorher nicht gegeben.

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Das erste Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Zitternberg wurde 1979 angekauft. Der Mercedes Unimog mit einem Wassertank von 1.200 l konnte gebraucht von der FF Euratsfeld übernommen werden.
Im selben Jahr löste Richard Kuhaupt Johann Uitz als Feuerwehrkommandanten ab.

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1982 wurde in Zitternberg die Schadstoffgruppe 08 aufgestellt. 1984 konnte in Form eines gebraucht angekauften VW T2 Doppelkabinenpritschenwagens das erste Fahrzeug für die Gruppe organisiert werden. In reiner Eigenleistung wurde das Fahrzeug zu einem Einsatzfahrzeug umgebaut.

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1991 wurde das heute noch im Dienst stehende Tanklöschfahrzeug ÖAF Commander 17/232 angekauft. Kurz nach dem Ankauf wurde es zusätzlich mit einem hydraulischen Rettungsgerät und pneumatischen Hebekissen beladen.

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1993 konnte in Form eines Mercedes L 608 D/35 Ersatz für das ausgefallene Schadstofffahrzeug VW gefunden werden. Der Mercedes stand bis dahin ebenfalls als Schadstofffahrzeug im Dienst der Feuerwehr Krems an der Donau. 2007 wurde das Fahrzeug ausgeschieden und der Sprengdienstgruppe 08 übergeben.

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Andreas Hackenberger wurde 2003 neuer Feuerwehrkommandant und löste Richard Kuhaupt, im Amt seit 1979 ab. Auf Hackenberger folgten 2006 Franz Steininger und 2011 Thomas Zimmerl.

Seit 2008 ist die Feuerwehr Zitternberg auch im www vertreten.

Die 1.000 Alarmierung fand am 28. Februar 2014 statt. Bei einem Forstunfall in Etzmannsdorf am Kamp rückte man zwar aus, brauchte aber nicht mehr tätig zu werden da die örtlich zuständige Wehr die Lage rasch unter Kontrolle brachte.

Im Sommer 2014 wurde ein VW T4-Bus gebraucht angekauft und zu einem Mannschaftstransportfahrzeug in Eigenregie umgebaut.

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